Zeitmanagement – Habe ich überhaupt Zeit für mehr Bildung?

„Alle Menschen streben von Natur nach Wissen.“, schrieb bereits Aristoteles (384-322 v. Chr.)  in einem seiner Werke. Viele Philosophen und auch Forscher gehen zwar auch davon aus, dass der Mensch immer nach Wissen strebt, trotz dieser Annahme stelle ich jedoch häufig fest, dass die viele Menschen sich genau dafür doch sehr wenig Zeit nehmen. „Ich würde so gerne eine neue Sprache lernen.“, „Ich wollte schon immer mal ein Instrument spielen können.“, und vieles mehr sind Sätze, die ich immer wieder in meinem Freundeskreis höre. Die Antwort auf die Frage warum man es noch nicht getan hat bleibt meist: “Dafür habe ich leider keine Zeit.“
Zeitmanagement

Wir haben genug Zeit – mit Zeitmanagement

Mein Zeitmanagement war früher eine Katastrophe und besonders während meines Studiums musste ich hart daran arbeiten. Oft habe ich mir viel zu viel vorgenommen und war enttäuscht, wenn ich nicht alles geschafft habe. Besonders wichtig wurde mir Zeitmanagement als ich mich gefragt habe, wann ich mir das letzte Mal bewusst Zeit genommen habe, außerhalb von Schule, Uni oder im Job etwas zu lernen.

Ich ertappte mich selbst oft bei Gedanken wie zum Beispiel: „Ich würde gerne…“. Um also bewusst etwas zu Lernen, brauchte ich Zeit und die verschafft man sich mit einem guten Zeitmanagement.

Neben dem Job, vielleicht Kindern, Haushalt, sozialen Verpflichtungen und dem Wunsch nach einer Pause, lässt sich vielleicht nicht mehr unendlich viel Zeit für die eigene Weiterbildung aufbringen, aber dennoch genug, um etwas zu lernen.

Durch ein paar Tipps und Tricks habe ich es geschafft mir ungefähr 3 Stunden die Woche Zeit für mich und meine Bildung zu nehmen, ohne das Gefühl zu haben, etwas anderes zu vernachlässigen. Im Folgenden möchte ich drei Schritte mit euch teilen, die euch auch die Möglichkeit geben, mehr Zeit für die eigene Weiterbildung zu haben.

  1. Werde dir deiner Zeit bewusst.

Bevor man sich seine Zeit einplanen kann, ist es wichtig zu wissen wie viel Zeit man denn überhaupt hat. Es empfiehlt sich also zunächst einmal eine Bestandaufnahme zu machen. Das funktioniert am besten, wenn man in einer ganzen Woche aufschreibt, wofür man wie lange gebraucht hat. Dabei sollte man möglichst genau sein und wirklich alle Aktivitäten aufschreiben, wie zum Beispiel: Einkaufen, Kochen, Duschen oder auf dem Sofa liegen.

Nach einer Woche lässt sich schon gut erkennen, welche Aktivität, welchen Zeitaufwand in Anspruch nimmt. Für Ausnahmefälle sollte man sich einen Zeitpuffer dazu rechnen, damit auch situationsbedingte Probleme nicht außer Acht gelassen werden.

  1. Setzte dir Prioritäten.

In diesem Schritt ist zu beachten, dass es zwei Arten gibt, Prioritäten zu unterteilen: In der einen betrachtet man Aufgaben aus objektiver Sicht, in der anderen werden die Aufgaben subjektiv bewertet. Ein gutes Zeitmanagement macht auch aus, dass jeder auf seine eigenen Bedürfnisse eingehen kann und trotzdem mehr Zeit für sich gewinnt.

Es geht bei dem Prioritätensetzten besonders darum euch eurer Bedürfnisse bewusst zu werden und nicht z.B. aus Zeitmangel nur 5 Stunden zu schlafen, damit man trotzdem alles schafft.

Ich habe zum Beispiel, meine Einkäufe reduziert und meine Woche mit einem Essensplan strukturiert, damit ich nur einmal in der Woche einkaufen gehen muss. So erfülle ich meine Bedürfnisse und spare dennoch Zeit.

  1. Erstelle einen Zeitplan.

Mit dem ersten und zweiten Schritt hast du nun genug Input, um einen guten Zeitplan zu erstellen. Es ist wichtig, sich schon bei dem Erstellen, darüber im Klaren zu sein, dass es sich nur um einen allgemeinen Überblick und weniger um einen strikten Plan handelt.

Erstelle dir einen Stundenplan und teile dir deine Zeiten auf der Basis deiner Prioritäten und der benötigten Zeit für die jeweiligen Aktivitäten ein.

Falls Aufgaben anfallen, die erledigt werden müssen, aber nicht der Regel entsprechen wie zum Beispiel den Kleiderschrank ausmisten, schaue dir zu Beginn der Woche den Plan an und überlege dir, welchen Zeitraum du dafür brauchst und welche Tätigkeiten dafür wegfallen können.

Hinweis: Trage dir auch Freizeit in deinen Stundenplan, damit du auch Zeit für ungeplante Aktivitäten hast.

Tagesplaner

DIE UMSETZUNG DES ZEITMANAGEMENTS – HILFREICHE TIPPS FÜR DAS GRÖSSTE PROBLE​M

Viele Menschen haben bereits die wichtigsten Werkzeuge zur Hand, oft scheitert es dann aber an der Umsetzung und der Disziplin, immer wieder einen Blick auf die Zeit und den Stundenplan zu werfen.

Besonders am Anfang kommt einem das ständige auf die Uhrzeit achten und überlegen, was als nächstes auf dem Plan steht, sehr anstrengend vor. Lasst euch aber eines sagen: Es wird besser! Dranbleiben ist wie bei den meisten Dingen auch hier sehr wichtig, denn irgendwann entwickelt sich das vermeintlich Lästige zur Routine. Wenn das passiert wird deutlich, was gutes Zeitmanagement bedeutet und verändern kann.

Ein Tipp zum Dranbleiben: Forscher haben festgestellt, dass es ca. 30 Tage dauert, bis aus einer neuen, regelmäßigen Aktivität eine richtige Gewohnheit wird. Also macht aus eurem Zeitmanagement doch einfach eine 30 Tage Challenge!

Ich hoffe ihr konntet ein bisschen etwas aus meinen Erfahrungen zum Thema Zeitmanagement mitnehmen.

Hattet ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen? Wie sieht eurer Zeitmanagement aus? Habt ihr auch den ein oder anderen Tipp?

Über einen Kommentar von euch, würde ich mich freuen!

Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Themen, die meinen Horizont erweitern. Insbesondere interessiert mich als angehende Lehrerin natürlich der Bildungsbereich, ich möchte mich aber auf nichts festlegen. Überall lassen sich spannende Themen finden.

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