Das große Thema mit G – G8 oder G9?

Das meist diskutierteste Thema in der Schulpolitik: G8 oder G9? Welche Regelung ist gut und welche schlecht? Diese Debatte gibt es schon seit Jahren, die Bundesländer haben oft unterschiedliche Regelungen, wenn es um darum geht, wie lang der Weg zum Abitur an einem Gymnasium dauert.

Die Fragen die sich oft daraus ergeben: Warum gibt es unterschiedliche Modelle? Was sind überhaupt die Vorteile? Und was die Nachteile? Im Folgenden, möchte ich euch auf einen kleinen Exkurs ins Thema Schulpolitik nehmen und diese Thematik etwas näher beleuchten. 

Dieses Thema ist wirklich nicht sehr leicht, weil es sehr facettenreich ist und man oft nur einen kleinen Ausschnitt betrachten kann. Deswegen möchte ich vorab darauf aufmerksam machen, dass ich in diesem Blogeintrag nur einen kleinen und kurzen Einblick geben kann und es natürlich noch mehr Perspektiven und Teile dieser Diskussion gibt, als von mir aufgeführt. 

 

Was bedeutet G8 und G9?

Zunächst sollte man einmal genau klären, was G8 und G9 zu bedeuten haben. Hierbei steht das „G“ für die Schulform Gymnasium, und die 8 bzw. 9 für die regulären Schuljahre die es benötigt um die Allgemeine Hochschulreife, also das Abitur zu bekommen. Schnell wird also klar: Der Unterschied bei diesen beiden Modellen ist, dass die Schulzeit bei dem G8 Modell verkürzt ist.

Wer trifft die Entscheidung über G8 oder G9?

Bildungs- und Schulpolitik liegen in dem Verantwortungsbereich der einzelnen Bundesländer. Daraus ergeben sich die unterschiedlichen Regelungen in Deutschland.

Die Parteien sind nicht alle der gleichen Meinung, deswegen ist es oft der Fall, dass wenn eine neue Partei in dem einzelnen Bundesland die Regierung übernimmt, das Thema neu diskutiert und manchmal sogar ein neues Modell festgelegt wird. Nimmt man das Bundesland Nordrhein-Westfalen als Beispiel, so lässt sich ein Hin und Her erkennt.

Ein kurzer Einblick: 2013 hat der erste G8-Jahrgang in NRW seinen Abschluss gemacht, allerdings wurde bereits wieder entschieden, dass ab dem Schuljahr 2019/2020 wieder die Regelungen für das Modell G9 gelten und die Jahrgänge sechs und darunter wieder ein Jahr länger in die Schule gehen. Der erste betroffene Jahrgang macht, dann seinen Abschluss 2027. Insgesamt waren damit 14 Jahrgänge vom G8 Modell betroffen.

frau-mit-schulunterlagen

Wer trifft die Entscheidung über G8 oder G9?

Bildungs- und Schulpolitik liegen in dem Verantwortungsbereich der einzelnen Bundesländer. Daraus ergeben sich die unterschiedlichen Regelungen in Deutschland.

Die Parteien sind nicht alle der gleichen Meinung, deswegen ist es oft der Fall, dass wenn eine neue Partei in dem einzelnen Bundesland die Regierung übernimmt, das Thema neu diskutiert und manchmal sogar ein neues Modell festgelegt wird. Nimmt man das Bundesland Nordrhein-Westfalen als Beispiel, so lässt sich ein Hin und Her erkennt.

Ein kurzer Einblick: 2013 hat der erste G8-Jahrgang in NRW seinen Abschluss gemacht, allerdings wurde bereits wieder entschieden, dass ab dem Schuljahr 2019/2020 wieder die Regelungen für das Modell G9 gelten und die Jahrgänge sechs und darunter wieder ein Jahr länger in die Schule gehen. Der erste betroffene Jahrgang macht, dann seinen Abschluss 2027. Insgesamt waren damit 14 Jahrgänge vom G8 Modell betroffen.

klassenzimmer

Was spricht für G8?

Besonders Eltern fragen sich meistens, was überhaupt für das G8 Modell spricht, denn warum sollte mein Kind, weniger Zeit als andere Kinder in anderen Bundesländern haben dürfen, für denselben Abschluss, mit fast den gleichen Anforderungen?

Dazu muss man folgende Perspektive berücksichtigen: In der Schule geht es immer darum, die Kinder zu bilden und auf ihren Beruf bzw. ihre Ausbildung oder ihr Studium vorzubereiten, damit auch die nächste Generation ein Teil des Wirtschaftssystems wird. 
Die Politik hat natürlich oft Interesse daran, dass so viele Menschen wie möglich in Deutschland erfolgreich am Wirtschaftssystem teilnehmen. Es würde sich also positiv auswirken, wenn Schüler dadurch, dass sie früher in den Beruf einsteigen, auch länger berufstätig sind.

Was spricht gegen G8?

Wenn man alle Argumente die mit dem sozialen Leben und dem einhergehenden Stress, durch das höhere Lernpensum des G8-Modells mal außer Acht lässt (allein schon wichtige Argumente), steht für mich besonders eine Frage im Vordergrund: Wissen diese jungen Abiturienten nach dem Abschluss wie es weitergeht oder was sie werden wollen?

Leider lautet hier, in den meisten Fällen, die Antwort: Nein. Denn das Ziel, der Politiker, wird immer öfter von den Abiturienten durchkreuzt. Die meisten nehmen sich nach dem Abitur eine Auszeit und machen ein Jahr Work&Travel, sind als Au-Pair tätig oder jobben einfach nur nebenbei. Doch selbst, wenn jemand direkt nach dem Abschluss sein Studium beginnt, muss das nicht heißen, dass das auch die richtige Entscheidung war und das Studium nicht vielleicht abgebrochen wird. Bedenkt man all das, stellt sich die Frage, ob das Ziel der Politiker vielleicht nur bei wenigen wirklich erreicht wird.

Mein persönliches Fazit

Ich habe mein Abitur mit 13 Jahren Schule vollendet und für mich persönlich habe ich Schule schon damals als etwas sehr Schönes empfunden, weil besonders die Schulzeit einen Menschen prägt. Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch seinen Weg finden muss und dass das eine gewisse, nicht bei allen gleich lang dauernde Zeit in Anspruch nimmt. Eine Verkürzung der Schulzeit sorgt oft nicht für die Verkürzung, die viele Menschen brauchen, um ihren Weg zu finden. Wie lange wart ihr in der Schule? Hättet ihr lieber mehr oder weniger Zeit für euer Abitur gehabt oder habt ihr vielleicht Kinder die von der G8 Regelungen betroffen sind? Über einen Kommentar von euch würde ich mich freuen!

Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Themen, die meinen Horizont erweitern. Insbesondere interessiert mich als angehende Lehrerin natürlich der Bildungsbereich, ich möchte mich aber auf nichts festlegen. Überall lassen sich spannende Themen finden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.